MARIE AUS KAMERUN

Soziologin und Hebamme aus Kamerun macht einen BFD am Uniklinikum Halle/Saale

Marie N. ist 33 Jahre alt, kommt aus Kamerun und lebt seit Februar 2020 in Halle/S.

Marie hat in Ihrer Heimat ein Studium der Soziologie absolviert. Die Arbeitssuche als Soziologin in Kamerun war weniger erfolgreich, so entschied sie sich, eine Ausbildung als Staatlich geprüfte Krankenpflegerin zu machen. In Kamerun ist eine Krankenpflegerin gleichzeitig auch Hebamme. Marie erinnert sich noch immer mit Tränen in den Augen an ihre Abschlussprüfung im Krankenhaus – eine Zwillingsgeburt. Diese Herausforderung meisterte sie kompetent und schaffte so ihre Ausbildung!


Marie ist seit ca. 1,5 Jahre in Deutschland, in dieser Zeit hat sie sich große Mühe gegeben, Deutsch zu beherrschen. Die Entscheidung, was sie in Deutschland beruflich machen möchte, fiel ihr nicht schwer, schließlich ist ihr Beruf der Krankenpflegerin ein Mangelberuf. Aber wie findet sie einen Arbeitsplatz? Wer bietet ihr eine Unterstützung bei der Suche?


Da sie die Stadt Halle noch wenig kannte, machte sie sich auf nach Berlin – sie wollte gerne ihre Bekannte besuchen und gleichzeitig auch nach einer Arbeit suchen. Das war aber nicht so einfach.

Eine Migrationsberatungsstelle in Berlin machte Marie klar, dass eine Asylbewerberin ohne Sprachkenntnisse, ohne anerkannte Ausbildung oder Arbeit nicht so einfach umziehen kann. Während Maries Beratung in Berlin, fand sie Kontaktdaten unserer Mitarbeiterinnen der „Jobbrücke PLUS“ im Internet und vereinbarte  einen Termin. So begann ihre  Geschichte und unsere Überlegung: Wie können wir Marie helfen?


Ein Freiwilligendienst in der Pflege war genau der richtige Einstieg für Marie.

Ein Probetag am Uniklinikum in Halle bewies ihre volle berufliche Kompetenz und überzeugte die Pflegeleitung.  Unsere ehrgeizige Klientin durfte Anfang Dezember 2020 ihren Einsatz beginnen.


Wir sind fest davon überzeugt, dass sie mit ihrer Kompetenz und Erfahrung ihren Freiwilligendienst gut meistert und gerade in dieser schwierigen Zeit eine wertvolle Unterstützung leistet!

 

Das Projekt „Jobbrücke PLUS“ wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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