MUTIG IN DIE AUSBILDUNG - FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT

Teilnehmer aus Halle Berichten

Unter den schwierigen Bedingungen im Jahr 2020 - bedingt durch die Corona-Pandemie und den damit verhängten Kontaktverboten und wirtschaftlichen Unsicherheiten vieler Betriebe - sind 12 junge Geflüchtete mit Unterstützung von Jobbrücke PLUS in die berufliche Ausbildung in Halle gestartet!

Nach intensiver Beratung absolvierten sie erfolgreich das Bewerbungsprozedere und fanden einen passenden Beruf.


Die junge M. aus Afghanistan, z.B. wusste gar nicht, wie es nach der 10. Klasse weiter gehen soll. Ein guter Realschulabschluss – aber welcher Beruf? Es folgten lange Gespräche im Büro von Jobbrücke PLUS, damit die Interessen und Neigungen sichtbar wurden. Wenn M. von den Nichten und Neffen erzählte, die sie betreute, während die Geschwister Behördenwege erledigten, leuchteten die Augen. Warum also nicht einen Beruf in der Kinderbetreuung? So begann M. eine Ausbildung als Sozialassistentin.

Vielleicht wird sie nach der zweijährigen Ausbildung gleich weiter lernen, um staatlich anerkannte Erzieherin zu werden, wie ihre Landsfrau Zahra, die als Sozialassistentin jetzt ins erste Ausbildungsjahr zur Erzieherin startet. Oder wie Ali, der seit August berufsbegleitend eine Ausbildung zum Erzieher macht. Er arbeitet seit 2016 im Kinder-und Jugendbereich und will mit der Ausbildung seinen Arbeitsplatz sichern.


In der Klasse für zukünftige KFZ Mechatroniker ist Ferhad der einzige Schüler mit ausländischen Wurzeln. Nach einen 3-wöchigem Praktikum in der Werkstatt erhielt er den Ausbildungsvertrag. 2016/2017 hatte er eine Einstiegsqualifizierung im Bereich Fahrzeuglackierung gemacht und diese Kenntnisse, Erfahrungen und seine guten Deutschkenntnisse überzeugten den Meister.


Herr E. aus Sangerhausen suchte ebenfalls Jobbrücke auf, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Seit August lernt er Einzelhandelskaufmann bei Edeka in der Stadt am Harz.


Für einen zukunftssicheren Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger*in haben sich vier Teilnehmer von Jobbrücke entschieden. Medi Mobil, das Klinikum der Martin-Luther-Universität und das Pflegeheim St. Cyriaci et Antonii Halle sind die Ausbildungsbetriebe dazu.

Zwei junge Frauen werden an der BBS V in Halle zu Kosmetikerinnen ausgebildet.


Einen jungen Mann aus Sangerhausen zieht es zur Ausbildung nach Niedersachsen – er lernt bei Wolfenbüttel Schneider.


Wir wünschen allen unseren Azubis einen guten Start und Durchhaltevermögen bei der Ausbildung!

 

Das Projekt „Jobbrücke PLUS“ wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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